Wie entsteht karies 

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Karies verstehen: Wie entsteht die gefürchtete Zahnfäule?

Wie entsteht karies ? : Karies, im Volksmund auch als Zahnfäule bekannt, ist eine weit verbreitete Erkrankung der Zähne. In Deutschland leiden schätzungsweise über 90 % der Erwachsenen an Karies. Doch wie entsteht diese lästige Plage eigentlich? Dieser Artikel führt Sie auf eine Reise in die faszinierende Welt der Mundgesundheit und erklärt Ihnen, wie Zucker, Bakterien und Speichel miteinander tanzen, um Löcher in Ihren kostbaren Zähnen zu hinterlassen.

Die Zutaten für das Karies-Rezept:

  1. Die Bakterienbande: In unserem Mund tummeln sich unzählige Bakterienarten. Einige davon sind harmlos, andere wiederum, wie die Streptococcus mutans, haben es auf unsere Zähne abgesehen. Diese Bakterien ernähren sich von Zucker und scheiden als Abfallprodukt Säuren aus.
  2. Zucker, der süße Verführer: Zucker ist der Hauptakteur beim Karies-Drama. Ob in Süßigkeiten, Getränken oder versteckten Zuckern in Fertignahrungsmitteln, sobald Zucker auf die Zähne trifft, freuen sich die Bakterien und beginnen mit ihrer Säureproduktion.
  3. Der klebrige Komplize: Zahnbelag: Die bakteriellen Säuren alleine können dem Zahnschmelz zunächst noch nichts anhaben. Doch kommt nun der Zahnbelag ins Spiel. Dieser klebrige Film aus Speichelresten und Bakterien bildet sich ständig auf unseren Zähnen und bietet den Säure-Produzenten ein gemütliches Zuhause. Der Zahnbelag schützt die Säuren vor dem Speichel und ermöglicht ihnen, den Zahnschmelz über einen längeren Zeitraum anzugreifen.

Der Tanz der Zerstörung:

  1. Säureangriff: Die von den Bakterien produzierten Säuren greifen den Zahnschmelz an. Dieser besteht zwar aus dem härtesten Material im menschlichen Körper, dem Hydroxylapatit, ist aber dennoch säureempfindlich.
  2. Die Remineralisierungs-Chance: Im Speichel befinden sich Mineralstoffe, die den Zahnschmelz wieder reparieren können. Dieser natürliche Reparaturprozess wird Remineralisierung genannt.
  3. Ungleiches Duell: Gewinnt der Säureangriff überhand und kann der Speichel nicht schnell genug reparieren, entstehen kleine Löcher im Zahnschmelz – Karies ist entstanden.

Wann bekommen Babys Zähne?

Die meisten Babys bekommen ihren ersten Zahn zwischen dem 6. und 12. Lebensmonat. Der genaue Zeitpunkt kann jedoch von Kind zu Kind stark variieren. In der Regel erscheinen die unteren Schneidezähne zuerst, gefolgt von den oberen Schneidezähnen. Bis zum dritten Lebensjahr haben die meisten Kinder ihr vollständiges Milchzahngebiss mit 20 Zähnen.

Karies bei Kindern:

Auch Säuglinge und Kleinkinder sind anfällig für Karies. Besonders gefährdet sind die Milchzähne, da ihr Zahnschmelz dünner ist als der der bleibenden Zähne. Karies bei Kindern kann schmerzhaft sein und die Entwicklung der bleibenden Zähne beeinträchtigen. Daher ist eine gute Mundhygiene von Anfang an wichtig.

Tipps zur Karies-Prävention:

  • Zuckerarme Ernährung: Verzichten Sie auf zuckerhaltige Lebensmittel und Getränke und greifen Sie stattdessen zu Obst, Gemüse und Vollkornprodukten.
  • Regelmäßige Zahnpflege: Putzen Sie Ihre Zähne zweimal täglich mit fluoridhaltiger Zahnpasta und verwenden Sie Zahnseide, um auch die schwer erreichbaren Stellen zu reinigen.
  • Zahnärztliche Kontrolluntersuchungen: Gehen Sie regelmäßig zum Zahnarzt, um Karies frühzeitig erkennen und behandeln zu lassen.

Wissenswertes zum Schluss:

  • Karies ist nicht nur schmerzhaft, sondern kann auch teuer werden. Die Behandlung von Karies kann von einfachen Füllungen bis hin zu Wurzelkanalbehandlungen reichen, die mit hohen Kosten verbunden sind.
  • Karies ist vermeidbar! Mit einer guten Mundhygiene und einer zuckerarmen Ernährung können Sie das Risiko von Karies deutlich verringern.

Hoffentlich hat Ihnen dieser Artikel einen Einblick in die Entstehung von Karies gegeben. Mit dem Wissen über die Zutaten und den Ablauf des Karies-Dramas können Sie nun effektive Maßnahmen ergreifen, um Ihre Zähne gesund zu halten und ein strahlendes Lächeln zu bewahren.

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